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Wo Deutschland als Risikogebiet gilt – aktuelle Liste mit Ländern


Mitten im Herbst schnellen die Corona-Zahlen in ganz Europa wieder in die Höhe: Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stuft mehrere Länder mit hoher Infektionsrate in die höchste Kategorie „dunkelrot“ ein. Darunter: Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Slowenien und die deutschen Bundesländer Sachsen und Thüringen. Von Reisen in diese Länder wird dringend abgeraten.

Der Rest Deutschlands wird seit mehreren Wochen als „rotes“ Land geführt. In einigen Ländern gilt die Bundesrepublik daher als Risikogebiet. Wo dies der Fall ist und welche Einreise­regeln gelten: ein Überblick.

Länder, in denen Deutschland als Corona-Risikogebiet gilt

  • Tschechien
  • Estland
  • Zypern
  • Norwegen
  • Niederlande
  • Spanien
  • Malta
  • Litauen
  • Island
  • Finnland
  • Belgien

Tschechien: Deutschland befindet sich in der dunkelroten Kategorie

Tschechien setzt das Europäische Ampel­system (grün, orange, rot, dunkelrot) um. In der höchsten Kategorie stehen seit Montag, 8. November, unter anderem Belgien und Österreich. Deutschland befindet sich seit August 2021 in der roten Kategorie. Die Einreise ist seither nur mit einem PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, und einer Online­anmeldung möglich. Zwischen dem fünften und siebten Tag nach Einreise muss eine zweite PCR-Testung vorgenommen werden. Für Geimpfte und Genesene, die über einen in Tschechien anerkannten Impf- oder Genesenen­nachweis verfügen, entfällt die Testpflicht, nicht aber die Pflicht zur Einreise­anmeldung, so das Auswärtige Amt.

Estland verhängt strengere Einreiseregeln für Reisende aus Deutschland

Estland hat am 7. November gleich mehrere Länder neu auf die rote Liste gesetzt, neben Zypern, Norwegen, Polen und der Schweiz auch Deutschland. Nicht geimpfte Reisende aus diesen Ländern müssen bei ihrer Ankunft die Test- und Quarantäne­regeln zu befolgen. Mit einem negativen PCR-Testergebnis (72 Stunden alt) oder einem negativen Antigen­testergebnis (48 Stunden alt) bei der Einreise besteht zwar eine Quarantäne­pflicht, Einkäufe sind aber möglich. Erst nach einem negativen PRC-Test nach sieben Tagen können sie uneingeschränkt ihrem Alltag nachgehen. Vollständig Geimpfte sind von dieser Regelung befreit.

Zypern: Deutschland in der Kategorie „rot“

Die Republik Zypern stuft ebenfalls Staaten abhängig von der Infektionslage in farbige Kategorien ein (grün, orange, rot und grau). Deutschland ist in die „rote“ Kategorie eingestuft. Alle Reisenden müssen sich online registrieren, um einen „Cyprus Flight Pass“ zu erhalten, den sie ausgedruckt mit sich führen müssen. Während Geimpfte und Genesene mit dem Digitale COVID-Zertifikat der EU keiner Testpflicht unterliegen, müssen alle anderen Personen zudem einen negativen PCR-Test vorweisen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Außerdem müssen nicht Geimpfte oder Genesene einen erneuten PCR-Test auf eigene Kosten nach der Einreise durchführen.

Norwegen stuft Deutschland als „rot“ ein – Quarantäne­pflicht für Ungeimpfte

In Norwegen wurden Ende September auf nationaler Ebene fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben, allerdings nicht auf internationaler Ebene. So besteht für Einreisende aus rot und dunkelrot markierten Ländern eine Quarantäne­pflicht. Deutschland wird derzeit als rotes Land eingestuft. Ungeimpfte ohne Genesen­nachweis müssen daher für zehn Tage in Quarantäne, die nach drei Tagen mit einem negativen PCR-Test verkürzt werden kann. Geimpfte und Genesene können mit einem entsprechenden Nachweis frei einreisen.

Niederlande: Deutschland gilt als Risikogebiet

Die Niederlande unterscheiden zwischen Hochrisiko­gebieten und Sehr-Hochrisikogebieten sowie nach einem Farbschema (grün, gelb, orange, rot). Deutschland ist derzeit als gelb eingestuft. Somit müssen Reisende ab zwölf Jahren aus Deutschland entweder nachweislich geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR- (nicht älter als 48 Stunden) oder Antigentest (nicht älter als 24 Stunden) vorweisen.

In Spanien gilt Deutschland als Risiko­gebiet

Bereits seit dem 23. August gilt nun ganz Deutschland in Spanien als Risiko­gebiet. In der Konsequenz müssen seither alle Personen ab zwölf Jahren für die Einreise einen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorlegen. Ein Antigentest darf bei der Ankunft nicht älter als 48 Stunden sein, ein PCR-Test maximal 72 Stunden. Zudem müssen alle Reisenden weiterhin ein Online­formular ausfüllen. Sie erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist.

Malta führt Deutschland auf der roten Liste

Malta unterteilt Risiko­länder in zwei Kategorien: Entweder stehen die Länder auf der „red list“ oder auf der „dark red list“. Deutschland befindet sich derzeit in der ersten Kategorie. Die Einreise ist somit zwar erlaubt, deutsche Reisende müssen aber nachweisen können, dass sie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff vollständig gegen Corona geimpft wurden, um eine Quarantäne­pflicht zu vermeiden. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Zwingend notwendig ist der Nachweis über das digitale Covid-Zertifikat der EU. Wer nur über den gelben Impfausweis verfügt, muss noch am Flughafen einen PCR-Test auf eigene Kosten (120 Euro) vornehmen lassen und sich in ein vorgegebenes Quarantäne­hotel (100 Euro pro Nacht) begeben.

Litauen: Nicht Geimpfte aus Risiko­gebieten müssen in Quarantäne

Auch Litauen nimmt eine Corona-Einstufung in „grüne“, „gelbe“, „rote“ und „graue“ Länder vor. Deutschland fällt derzeit in die Kategorie rot und gilt daher als Risikogebiet. Während Geimpfte und Genesene frei einreisen dürfen, besteht für ungeimpfte Reisende eine Quarantäne- und Testpflicht. Sie müssen einen höchstens 72 Stunden alten negativen PCR-Test oder einen maximal 48 Stunden alten Antigentest vorweisen. Anschließend folgt eine Quarantäne von zehn Tagen, die durch einen negativen PCR-Test auf eigene Kosten ab dem siebten Tag verkürzt werden kann.

In Island gilt Deutschland als Hochrisiko­gebiet

In Island gelten alle Länder außer Grönland als Hochrisiko­gebiete. In der Folge gilt für alle Einreisenden über 16 Jahren eine Testpflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Im Gegensatz zu Nichtgeimpften benötigen sie allerdings nur einen Antigen­schnelltest. Alle anderen müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, der maximal 72 Stunden vor Abflug vorgenommen wurde. Dennoch müssen Reisende, die weder geimpft noch genesen sind, für fünf Tage in Quarantäne, bevor sie sich mit einem weiteren PCR-Test freitesten können.

In Finnland müssen sich Ungeimpfte zweimal testen lassen

Auch in Finnland gilt Deutschland als Risikogebiet. Für vollständige geimpfte oder genesene Menschen, besteht keine Test- oder Quarantäne­pflicht. Alle anderen müssen zwei Corona-Tests vorlegen: einen vor der Einreise, der maximal 72 Stunden alt ist, und einen zweiten Test drei bis fünf Tage nach der Einreise.

Belgien: Ganz Deutschland als „rot“ eingestuft

Abhängig von der Infektionslage teil Belgien Länder oder Regionen in „rot“, „orange“ und „grün“ ein. Ganz Deutschland wird derzeit als „rot“ eingestuft. Reisende aus Deutschland müssen somit bei der Einreise den Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen negativen PCR-Test mit sich führen. Die Abstrich­entnahme darf maximal 72 Stunden zurückliegen. Zusätzlich müssen sie einen Test am siebten Tag nach Einreise durchführen. Eine Quarantäne­pflicht besteht nicht. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter zwölf Jahren sowie Grenzgänger und Grenzpendler.



Quelle

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